Presseberichten zu Folge wurden die Brandstifter der 14 Brände in der Neusser Nordstadt und im Barbaraviertel gefasst. Der Ermittlungskommission „Furth“ gilt unser Dank. Sie hat drei Jugendlichen im Alter zwischen 19 und 22 Jahren das Handwerk gelegt.

Gott sei Dank ist keinem Menschen etwas zugestoßen. Es handelte sich „lediglich“ um Sachschäden. Wobei das Wort „lediglich“ die Schäden nicht abwerten soll.

Besonders schlimm ist die Gewissheit, dass diese drei jungen Männer aus einer Freiwilligen Feuerwehr entstammen. Wir Feuerwehren sind von Trittbrettfahrern genauso wenig befreit, wie Fluggäste gegenüber eines suizidalen Flugkapitäns (z.B. Germanwings-Todes-Flug 9525 im März 2015). In den Wehrleitungen und Einheiten werden Personalgespräche geführt und Probezeiten praktiziert, aber eine 100%-ige Sicherheit wird man nie haben, auch nicht in den Feuerwehren.

Um auf die vorgenannten Brandstiftungen zurückzukommen, ist der bilanzierbare Schaden in etwa gleich groß dem Imageschaden der Freiwilligen Feuerwehren. Weder die betreffende Feuerwehreinheit noch die Familienangehörigen der Täter werden über die Brandstiftungen Bescheid gewusst haben.

Jedoch suggerieren Schlagzeilen, wie die der Rheinischen Post vom 06. Februar 2018: „Freiwillige Feuerwehrleute sollen 14 Feuer in Neuss gelegt haben“, der Allgemeinheit, dass jeder Feuerwehrmann „einsatzgeil“ und „übermotiviert“ ist. Gar Einsätze entstehen lässt. Dem ist nicht so. Daher können wir uns besten Gewissens dem öffentlichen Facebook Beitrag des Vorsitzenden des Verbandes der Feuerwehren im Rhein-Kreis Neuss e.V., Stefan Meuter, anschließen.

Seit letztem Jahr kämpfen die Chefetagen der Hilfsorganisationen für mehr Respekt gegenüber Einsatzkräften. Gegenüber denen, die auf der Straße Hilfe leisten. Kreisbrandmeisterei, Wehrleiter, Bürgermeister und der Landrat fordern – auch medial – mehr Respekt. Aus unserer Sicht völlig zu Recht.

Wir wünschen uns, dass alle Feuerwehrangehörigen respektvoll behandelt
und nicht mit pauschalen Schlagzeilen gleichgestellt werden, sofern sie sich auch nichts zu Schulden kommen lassen.

Ihre Löschzugführung Korschenbroich

BI Max Krames und OBM Tobias Römer

Öffentlicher Facebook Beitrag des Verbandes der Feuerwehren im Rhein-Kreis Neuss e.V.

https://www.facebook.com/vdfrkn/posts/1561619893873779

Chronologie Presseartikel der RP:

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neuss/neuss-13-autobrand-auf-der-furth-polizei-fahndet-aid-1.7299182

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neuss/blaulicht/neuss-brandserie-auf-der-furth-verdaechtige-waren-bei-der-freiwilligen-feuerwehr-aid-1.7370066

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neuss/neuss-feuerwehrleute-legten-14-braende-kameraden-reagieren-geschockt-und-sorgen-sich-aid-1.7373981

Februar 18, TR

Blaulichtbande

Auf diese Kinder ist im Notfall Verlass: Sie wissen, wie man Verbände anlegt, den Notruf betätigt, ein Feuer löscht, ja, sie können sogar funken. Sie üben das Aufrollen von Feuerwehrschläuchen, wissen, was in der Einsatzzentrale passiert und wie Wiederbelebung funktioniert. Und außerdem haben sie viel Spaß. Die Kinderfeuerwehr Korschenbroich schreibt eine echte Erfolgsgeschichte. Wenn es so weitergeht, brauchen sich die Korschenbroicher um Nachwuchs bei der Freiwilligen Feuerwehr keine Sorgen zu machen.

Dabei ist es noch gar nicht so lange möglich, überhaupt eine Kinderfeuerwehr zu gründen. Erst seit einer Gesetzesänderung 2015 gibt es diese Option. Korschenbroich gehört zu den wenigen Städten, in denen seither ein solches Angebot für die Altersgruppe der Sechs- bis Zwölfjährigen im Feuerwehrbereich ins Leben gerufen wurde. "Die Kinder sollen spielerisch an Brandschutzerziehung und Unfallverhütung herangeführt werden", erklärt Andreas Pradella von der Freiwilligen Feuerwehr Korschenbroich die Zielsetzung der Kinderfeuerwehr.

Der Start war im Sommer 2017 mit acht bis zehn Teilnehmern, meist Kinder von Eltern, die selbst in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv sind. Da ist die Begeisterung sozusagen erblich. "Emily wollte immer mitkommen", sagt Claudius Weber, Vater einer Tochter und Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Jetzt ist die Sechsjährige Feuer und Flamme für die Kinderfeuerwehr. Dass es Spaß macht, in der Blaulichtbande zu sein, sprach sich schnell herum und heute sind alle zwanzig Plätze besetzt, es gibt sogar eine Warteliste.

"Das Angebot ist sehr aufwendig, wird aber wirklich sehr gut angenommen", sagt Pradella. Vier Betreuer, alle mit pädagogischem Hintergrund, kümmern sich während der zweiwöchentlichen Übungsabende im Liedberger Gerätehaus um die Kinder. Kindgerecht werden die Inhalte aufbereitet. Die Einführung in die Erste Hilfe ist natürlich eine wichtige Sache. Aber hinterher mit Verbänden um Kopf, Hand oder Arm eindrucksvoll auszusehen, ist für die Kinder immer auch ein Spaß, wie Fotos von lachenden Kindern auf der Facebookseite der "Blaulichtbande" der Feuerwehr Korschenbroich überzeugend dokumentieren.

Mit der Kinderfeuerwehr ist es den freiwilligen Brandschützern in Korschenbroich gelungen, ihre erfolgreiche Jugendarbeit in noch jüngerem Alter einsetzen zu lassen. Wenn die Kinder weiter von der Arbeit der Feuerwehr begeistert sind, können sie in die Jugendfeuerwehr wechseln, die zurzeit etwa 60 Nachwuchsretter umfasst. Die Jugend wiederum stellt die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehr Korschenbroich sicher, bei der aktuell 220 Mitglieder im aktiven Einsatz sind.

"Wir haben kein Nachwuchsproblem, aber wir nehmen trotzdem immer gerne junge Leute auf", betont Pradella. Eng kann es irgendwann bei jenen werden, die tagsüber einsetzbar sind. "Wir merken, dass es bei der Tagesverfügbarkeit schwieriger wird", sagt der Korschenbroicher Feuerwehrsprecher. Nicht jeder arbeitet schließlich vor Ort und kann seine Arbeitsstelle tagsüber verlassen.

Am Donnerstag, den 18.01. zwischen 07:00 und 18:00 Uhr können orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten von 115 km/h - 130 km/h auftreten.

Bitte achten sie besonders in der Nähe von Bäumen und Häusern auf herabstürzende Gegebstände wie Äste oder Dachziegel.

Der Aufenthalt im Freien sollte vermieden werden!

Traditionell begleitete die Feuerwehr unzählig viele Kinder der Kindergärten und Schulen, die dem Sankt Martin hoch zu Rosse durch die Straßenzüge des Korschenbroicher Ortskerns folgten. Die Feuerwehr begleitete mit Pechfackeln den Martinszug. Der Höhepunkt fand am Martinsfeuer auf dem Matthias- Hoeren- Platz statt, wo der Sankt Martin seinen Mantel teilte und dem Bettler überließ.

TdoT NGZ 2017
Bildquelle: NGZ Online

Beim Tag der offenen Tür der Korschenbroicher Feuerwehr gab es am Sonntag alles, was große und kleine Feuerwehr-Fans begeistern kann. Auf dem Vorplatz der Hauptfeuerwache neben dem Matthias-Hoeren-Platz standen mehrere Löschfahrzeuge, die unbestritten zu den Lieblingen der Besucher zählten. Schließlich sieht man so ein Fahrzeug selten von innen und auch die ganzen Gerätschaften, die sich hinter Klappen und Türen verbergen, sind sehr spannend.

Auch für Stefanie Stark (39), die das Fest mit ihren Kindern Ben (6) und Lena (7) besucht, zählt das Besichtigen eines Löschfahrzeuges zu ihren persönlichen Highlights. "Uns wurde alles sehr nett und ausführlich erklärt", erzählt sie begeistert. "Das hat der Chef persönlich übernommen." Die Rede ist von Löschzugführer Max Krames (44), der sich inmitten des ganzen Trubels aufhält, aber trotzdem einen kühlen Kopf bewahrt. Überraschenderweise freut sich der erfahrene Feuerwehrmann auf eine eher kleinere Vorführung: "Die explodierende Sprühdose ist besonders toll. Das gibt einen lauten Knall."

Ben und Lena können sich mehr für andere Details des Festes begeistern. So kam bei Lena vor allen Dingen das Wasserspritzen aus einem echten Feuerwehrschlauch gut an. Und Ben wurde von seiner Mutter mit der Aussicht auf ein Foto mit Borussia-Maskottchen Jünter und dem Versprechen einer großen Portion Zuckerwatte zum Fest gelockt.

Von den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr gab es zum zweiten Mal einen Waffelstand. Der Erlös aus dem Waffelverkauf soll erneut an die Organisation "Kids Vision" fließen, die sich für Kinder mit Behinderungen einsetzt. Rund 400 Euro kamen so im vergangenen Jahr zusammen. Anna Baum (16), Mitglied der Jugendfeuerwehr, ist von ihrer Aktion überzeugt. "Waffeln gehen ja immer gut", erzählt sie und lacht. "Wir freuen uns, wenn wir so eine Organisation unterstützen können. Sie ermöglicht beispielsweise Delfin-Schwimmen zu Therapiezwecken. Oder Eltern werden bei den Umbaukosten des Autos unterstützt, um es rollstuhlgerecht zu machen." Ein weiterer Publikumsmagnet des Tages war eine Feuerwehrübung, die den Einsatz nach einem Verkehrsunfall simulierte. Dazu gab es ein Unfallauto, aus dem Personen gerettet werden mussten. Für diese Übung war Ausbildungsleiter Daniel Schlagmann (42) verantwortlich. "Zuerst werde ich Leute aus dem Publikum auffordern, erste Hilfe zu leisten. Nach ein paar Minuten übernehmen wir dann."

Quelle: NGZ Online